Was ist der FHWS Career Service?

Am Ende des „Student Life Cycle“

 © Laura Schnaus

Vielleicht haben einige der Studierenden der FHWS schon mal an einem Workshop des Career Service teilgenommen, eine Gehaltsverhandlung simuliert, Vorstellungsgespräche geübt oder die optimalen Bewerbungsfotos machen lassen. Vielleicht fragen sich ein paar aber gerade auch: Wo und wann gibt es das? Wie meldet man sich an? Ein Überblick über den FHWS Career Service.

Laura Schnaus, Leiterin des Career Service an der FHWS, beschreibt es so: Jeder Studierende hat einen „Student Life Cycle” – und der Career Service begleitet die Studierenden im finalen Teil dieses Zyklus: dem Schritt ins Berufsleben. „Die FHWS und ich wollen die Studierenden bei ihrem Austritt aus der Hochschule nicht einfach alleine lassen, ihnen nicht das Zeugnis in die Hand drücken und sie dann gucken lassen, wie sie zurechtkommen und in den Arbeitsmarkt finden.” Deswegen wurde der Career Service ins Leben gerufen. Kurz gesagt ist der Career Service die zentrale Einrichtung, um Studierende bei ihrem späteren Karriereweg zu unterstützen. „Denn wenn es eine Studienberatung vor dem Studium gibt, sollte es sowas auch für danach geben”, so Schnaus.

Dafür gibt es allerhand Angebote, die auf zwei Säulen aufgeteilt sind: Die eine ist die der individuellen Beratung. „Hier führe ich Gespräche, unterstütze bei individuellen Fragen, helfe bei der Kompetenzfindung oder Stellensuche, sichte Bewerbungsunterlagen und simuliere Vorstellungsgespräche”, erzählt Laura Schnaus. Sie hat den Career Service vor dreieinhalb Jahren übernommen und ist seitdem mit Leidenschaft dabei. „Mein Herz hängt da schon richtig an der Beratungsleistung, die ich anbiete, denn ich finde das unheimlich spannend, junge Menschen bei dem Schritt in den Beruf zu begleiten.” Die zweite Säule des Career Service ist ein Workshop- und Veranstaltungsprogramm, das jedes Jahr in Kooperation mit Unternehmen und freien Referierenden angeboten wird. 

Zitat von Laura Schnaus: „Mein Herz hängt da schon richtig an der Beratungsleistung, die ich anbiete, denn ich finde das unheimlich spannend, junge Menschen bei dem Schritt in den Beruf zu begleiten.”
Laura Schnaus im Gespräch mit einer Studentin
Laura Schnaus (links) im Gespräch mit einer Studentin (©Jonas Kron)

Kontakte zu Industrie und Wirtschaft

„Dauerbrenner wie das Gehaltverhandlungstraining biete ich so gut wie jedes Semester an – daneben gibt es aber auch immer wieder neue Veranstaltungen und Kooperationen”, erzählt Schnaus. Das Spektrum der Workshops ist breit: Sie gehen von klassischen Bewerbungstrainings über die professionelle Gestaltung von LinkedIn- oder Xing-Profilen bis hin zum effektiven Selbstmarketing. Dabei will Schnaus vor allem die Wünsche der Studierenden abdecken: „Ich freue mich immer über Feedback und Vorschläge, denn nur dadurch kann ich Angebote schaffen, die den Studierenden wirklich weiterhelfen.” Für die Studierenden ist das Angebot kostenlos und sie können beliebig viele Veranstaltungen besuchen.

In der Regel werden die Workshops und Veranstaltungen von externen Referierenden durchgeführt. Dabei kooperiert die Hochschule auch mit Unternehmen, sodass Studierende auf diesem Wege schon wertvolle Kontakte in Industrie und Wirtschaft knüpfen können. Petra Donner, Leiterin des Hochschulmarketings der ALTEN GmbH, koordiniert für ihr Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Hochschule und hält auch selbst Workshops ab. Das Besondere an den Vorträgen sei, „dass die Studierenden Tipps an die Hand bekommen, die sie sonst nicht bekommen würden.” Schon einige Jahre arbeitet der Ingenieurdienstleister ALTEN mit der FHWS zusammen. Natürlich auch deshalb, weil es eine gute Möglichkeit sei, Kontakt zu den Studierenden herzustellen. Das Unternehmen habe damals die Zusammenarbeit gesucht, „da die Hochschule für uns eine sehr relevante ist, denn sie hat viele technisch gut ausgebildete Studierende”, erzählt Petra Donner. Da habe sich schnell eine gute Kooperation entwickelt.

Auch das Gehaltverhandlungstraining war der Vorschlag von ALTEN. „Jedes Jahr bieten wir einen Themenkatalog an und Frau Schnaus fand das Gehaltverhandlungstraining direkt interessant.” Seitdem ist es laut den beiden Frauen das Thema, das am besten ankommt. Daher bieten sie es auf jeden Fall auch die nächsten Jahre noch an. Am meisten Spaß mache Donner die Interaktion mit den Studierenden: „So ein Vortrag lebt davon, dass die Studierenden mitmachen: Wir wollen keinen reinen Frontalunterricht, sondern eher einen Dialog schaffen, dass die Teilnehmenden Fragen stellen und mit uns diskutieren.”

Zitat von Petra Donner: „So ein Vortrag lebt davon, dass die Studierenden mitmachen: Wir wollen keinen reinen Frontalunterricht, sondern eher einen Dialog schaffen, dass die Teilnehmenden Fragen stellen und mit uns diskutieren.”

Beliebt bei Studierenden

Die Teilnehmendenzahlen für die Veranstaltungen des Career Service sind zuletzt deutlich gestiegen. „Es mag vielleicht auch an der Online-Lehre liegen. Die Teilnahme von jedem beliebigen Ort aus ist für Studierende oft leichter als Präsenzveranstaltungen. Auch für mich.” Denn die Räumlichkeiten in der Hochschule sind begrenzt und waren in der Vergangenheit häufig ausgebucht, sodass Schnaus oft nur zwanzig anstatt fünfzig Studierende unterbringen konnte. Online gibt es dieses Problem nicht – hier bestehen keine Kapazitätsgrenzen. Deswegen hofft Schnaus auch in Zukunft auf Online-Veranstaltungen, zumindest teilweise: „Formate, die von Austausch, Gruppenübungen und Interaktivität leben, wie beispielsweise ein Rhetorik-Training, sind in Präsenz besser durchzuführen.” Solche Formate finden in kleineren Gruppen mit etwa acht bis zehn Studierenden statt, bei anderen Veranstaltungen – die online gut funktionieren – können bis zu 50 Personen teilnehmen.

Der FHWS Career Service

  • Workshops rund um die Themen Karriere, Beruf, Bewerbung
  • Exklusiv für Studierende der FHWS
  • Anmeldung im E-Learning oder per Mail an careerservice@fhws.de

Link zum Career Service

Portrait Lea Holzamer

Ein Artikel von 
Lea Holzamer